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Kaffee und seine positive Wirkung auf die Gesundheit

Aktualisiert: 6. Dez. 2023


Eine Tasse Kaffee ist Genuss, Ritual und Wohlfühlmoment. Schon der Geruch von frisch gemahlenen Kaffee hebt die Stimmung und Kaffeekonsum wirkt sich positiv auf das Gemüt aus. Tatsächlich scheint regelmäßiger Kaffeekonsum das Risiko für Depressionen zu senken. Viel Kaffee macht aber nicht automatisch bessere Laune. Zu viel Kaffee kann bestehende Depressionen verschlimmern. Kaffee hat aber nicht nur psychologische Effekte, sondern kann sich auch bezüglich der gesundheitlichen Wirkung auf den Körper mehr als sehen lassen.


Der Kaffee und das Herz

Anders als lange angenommen scheint sich Kaffee positiv auf die Herzgesundheit auszuwirken. Zumindest in normalem Maß getrunken. Studien zufolge kann der Genuss von drei bis vier Tassen Kaffee am Tag,vor Herzinfarkt, Ateriosklerose und Schlaganfällen schützen. Allerdings gilt das nur für Nichtraucher.

 

Kaffee ein Freund der Leber

Sehr deutliche, positive Effekte hat Kaffee scheinbar auf die Leber. In Studien zeigte sich, dass eine tägliche „Dosis“ Kaffee von zwei bis drei Tassen, die Leberenzyme positiv beeinflusst und das Risiko für die Entstehung einer Fettleber senkt. Auch scheint Kaffee eine präventiv schützende Wirkung vor Leberkrebs zu entfalten.

Weitere Studienergebnisse geben Hinweise darauf, dass Kaffee das Risiko senken könnte an Parkinson, Gallensteinen, Brustkrebs, Prostatakrebs und Hautkrebs zu erkranken.

 

Kaffee und Diabetes

Sie sind ein Kaffeejunkie? Dann können Sie sich nun freuen. Zwar lässt Coffein den Blutzuckerspiegel kurzfristig ansteigen, doch dieser Effekt scheint bei regelmäßigem Konsum nachzulassen. Kaffee senkt sogar das Risiko an Diabetes 2 zu erkranken. Vieltrinker sind hierbei im Vorteil, denn der Effekt trat bei einer täglichen „Dosis“ von vier bis maximal sieben Tassen ein. Das soll jetzt allerdings keine Aufforderung sein sich übermäßig viel Kaffee einzuflößen. Bitte beachten Sie immer ihre individuelle Verträglichkeit und ihre gesundheitlichen Voraussetzungen.

 

Woher kommen diese positiven Effekte von Kaffee?

Worauf die gesundheitlichen Wirkungen von Kaffee genau zurückzuführen sind, wurde noch nicht eindeutig geklärt. Sicher ist das es nicht alleine am Koffein liegen kann. Bekannt ist, dass Kaffee viele weitere bioaktive Inhaltsstoffe besitzt. Inhaltstoffe wie die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe und bestimmte Mineralstoffe entfalten in unserem Körper gesundheitsfördernde Wirkungen. Zu diesen sekundären Pflanzenstoffen zählen die Polyphenole welche sehr reichhaltig im Kaffee zu finden sind. Sie wirken antioxidativ. Doch was bedeutet das für unseren Körper?

Durch negative Umwelteinflüsse wie Sonne, Fast Food, Alkohol, Stress, Zigarettenrauch usw. bilden sich in im Körper schädliche freie Radikale. Diese können eine zerstörerische Kraft entfalten und unsere Zellen verändern Als Folge altern sie schneller, verlieren ihre Funktion oder sogar entarten völlig. Diese Veränderungen der Zellen spielen vermutlich eine Rolle bei der Entstehung von vielen Krankheiten. Polyphenole im Kaffee können dazu beitragen diese freien Radikale unschädlich zu machen und schützen damit unsere Zellen.

 

Zubereitungsart und Wirkung

Die Zubereitungsart ist bei der Wirkung von Kaffee nicht unerheblich. Ungefilterter Kaffee kann zum Beispiel Ihren Cholesterinspiegel erhöhen. Schuld daran sind die Inhaltstoffe Cafestol und Kahweol. Diese hemmen in der Leber Enzyme, welche für den Cholsterinabbau notwendig sind. Bei Filterkaffee bleiben diese Stoffe im Filter hängen und Ihr Cholesterinspiegel wird gar nicht oder nur sehr gering erhöht. Bei Zubereitungen ohne Filter, wie zum Beispiel mit der sogenannten „Stempelkanne“, enthält der Kaffee am meisten dieser cholesterinerhöhenden Stoffe.

Überraschender Weise enthält Kaffee lösliche Ballaststoffe. Dies haben 2007 spanische Forscher herausgefunden. Der Ballaststoffgehalt variiert je nach Zubereitungsart. Am meisten Ballasstoffe liefert Instantkaffee mit 1,5g pro Tasse (200ml), dicht gefolgt von Espresso mit 1,3g. Schlusslicht ist der Filterkaffee mit 0,9g Ballaststoffe.

 

Kaffee und Verträglichkeit

Die Säure der Kaffeebohne kann Ihren Magen reizen. Diese Säure baut sich während des Röstvorgangs langsam ab. Espressobohnen werden traditionell länger geröstet und enthalten dadurch weniger Säure als Filterkaffee. Durch den hohen Druck bei der Espressozubereitung lösen sich zusätzlich weniger Reiz- und Bitterstoffe aus dem Pulver. In Sachen Verträglichkeit hat der Espresso also die Nase vorn. Wer keinen Espresso mag kann Kaffee durch die Zugabe von Milch etwas bekömmlicher machen.

 

Kaffee mit Milch oder ohne?

Ob die Zugabe von Milch den gesundheitlichen Effekt von Kaffee positiv oder negativ verändert, wird kontrovers diskutiert. Eine Studie aus Graz kam zum Ergebnis, das es gesünder ist den Kaffee ohne Kuhmilch zu trinken. Die Wissenschaftler raten hier zu schwarzem Kaffee oder pflanzlich basierter Milch. Eine kürzlich erschienene Studie aus Dänemark hat allerdings herausgefunden, dass Kuhmilch die positiven Gesundheitseffekte von Kaffee verstärkt. Laut den Wissenschaftlern verbinden sich die Proteine der Milch mit den Polyphenolen des Kaffees und könnten dadurch noch besser Entzündungsprozesse aufhalten.

Ob mit Milch oder ohne, eindeutig abraten möchte ich Ihnen von löslichen Kaffeespezialitäten, wie z.B. Capuccinopulver oder Latte Macchiato aus der „Tüte“. Diese „Kaffeepulver“ enthalten meist nur wenig Kaffee, dafür viele ungesunde Zusatzstoffe wie Aromen, Stabilisatoren und pflanzliche Fette. Vorallem sind die reich an Zucker.

 

Kaffee der Retter der Gesundheit?

Natürlich hilft Kaffee alleine nicht die Gesundheit zu retten. Der gesamte Lebensstil ist wichtig. Gegen die negativen Effekte von Fast-Food, Rauchen und Bewegungsmangel kommt kein Kaffee der Welt an. Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil ist die notwendige Basis um Ihren Körper gesund zu halten. Kaffee kann aber durch seine Eigenschaften Ihr gesundheitsfördernde Verhalten genussvoll ergänzen. Wie immer macht die Dosis das „Gift“, denn zu viel Kaffee ist ebenfalls nicht gut für Ihren Körper. Auch die Temperatur des Kaffees ist wichtig. Sehr heiße Getränke können das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöhen. Durch die Hitze können Verletzungen in der Speiseröhre entstehen, welche entzündliche Prozesse nach sich ziehen und die Bildung von krebserregenden Stoffen zur Folge haben können.

 

Das Wichtige zum Schluss

Alle genannten positiven Wirkungen von Kaffee auf den Körper beziehen sich auf den gesunden Mensch. Wenn Sie schwanger sind, stillen oder an einer Krankheit leiden, sollten Sie sich bezüglich Ihres Kaffeekonsums an Ihren Arzt wenden.

 


Literaturverzeichnis:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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