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Mit Eiweiß gegen Virusinfekte

Aktualisiert: 15. Okt. 2023


Erkältung, Corona und Grippe, der Herbst und Winter hat es in sich. Gefühlt lauern überall Viren auf uns. Das der Körper bei einer Virusinfektion viele Vitamine und Spurenelemente benötigt ist vielen klar. Doch auch der Eiweißbedarf steigt bei einem Infekt an.

Unser Immunsystem benötigt Eiweiß um optimal zu funktionieren und fit zu sein im Kampf gegen Viren. Hat es ein Virus geschafft in den Körper zu gelangen, sendet unser Immunsystem eine Armee aus Killerzellen, T-Zellen und Makrophagen um diese Eindringlinge schnell zu bekämpfen und im Anschluss Antikörper auszubilden. Diese Abwehrprozesse werden durch Bausteine des Eiweißes aktiviert und reguliert. Eine optimale Versorgung des Körpers mit hochwertigem Eiweiß unterstützt daher das Immunsystem aktiv beim Genesungsprozess.

Eiweiß besteht aus vielen Eiweißbausteinen, den Aminosäuren. Diese sind ein wichtiger Baustoff unseres Körpers und bei vielen lebensnotwendigen Prozessen beteiligt. So auch bei der Bildung von Immunzellen. Es gibt 20 unterschiedliche Aminosäuren welche für unseren Körper relevant sind. Diese alle aufzuzählen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Eines aber ist wichtig. Manche dieser benötigten Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, sie müssen durch die Nahrung zugeführt werden. Man bezeichnet diese Aminosäuren als essentiell. Bekommt der Körper zu wenig dieser essentiellen Aminosäuren entsteht ein Mangel. Laut DGE beträgt die empfohlene Zufuhr von Eiweiß (auch Proteine genannt) bei gesunden Erwachsenen zwischen 19 und 65 Jahren 0,8g je Kilogramm Körpergewicht. Bei älteren Menschen, Schwangeren und Stillenden, Sportlern und während eines Virusinfektes ist der Bedarf höher.

Kann der Körper seinen notwendigen Bedarf nicht durch die zugeführte Nahrung decken wird die körpereigene „Vorratskammer“ geplündert. Der größte Eiweißspeicher des Körpers sind unsere Muskeln. Das bedeutet eine unzureichender Eiweißzufuhr während des Virusinfektes führt zu einem Verlust an Muskelmasse.

Um zu verhindern das mit den Viren nicht auch Muskeln verschwinden, ist es wichtig gesunde und hochwertige Eiweißquellen auf den Speiseplan zu bringen. Wer es verträgt kann sich leckere Gerichte aus Hülsenfrüchten zubereiten. Denn Linsen, Erbsen Bohnen und Co. sind wahre Eiweißbomben und liefern viele Ballaststoffe Vitamine und Mineralstoffe. Aber auch Hafer, Getreide, Kartoffeln, Nüsse, Samen, Spinat, Brokkoli und Champignons enthalten pflanzliches Eiweiß. Gesundes tierisches Eiweiß steckt in fettarmen Fleisch, Milchprodukte, Eier und Fisch.

Wenn Sie unterschiedliche Eiweißquellen miteinander kombinieren, erhalten Sie eine bessere biologische Wertigkeit. Praktische Beispiele sind hierfür Gerichte wie Eier & Kartoffeln z.B. bei einem Bauernomlette, Pellkartoffeln mit Kräuterquark oder Linsencurry mit Hähnchenfleisch. Durch die Kombination ergänzen sich die enthaltenen essentiellen Aminosäuren und der Körper erhält eine hochwertige Aminosäuremischung.

Da für die Immunzellen neben Eiweiß auch Vitamine und Spurenelemente wichtig sind, unterstützten Sie Ihren Körper vor, nach und während des Virusinfektes mit einer ausgewogenen Kost am besten. Das bedeutet viele unverarbeitete, ballaststoffreiche und pflanzliche Lebensmitteln kombiniert mit hochwertigen Eiweißquellen und wertvollen Ölen. Essen Sie vielfältig und bunt statt einseitig, Unterschiedliche Nahrungsmittel miteinander kombiniert bieten dem Köper eine breite Vielfalt an allem was er benötigt. Wichtig bei allen Ratschlägen zum Thema Essen ist auch das Trinken nicht zu vergessen.

Das Immunsystem lebt aber nicht vom Essen allein, auch Entspannung und ausreichend Schlaf sind wichtig damit alle Abläufe optimal funktionieren. Wer gesund ist und sein Immunsystem stärken möchte sollte sich regelmäßige Bewegung an der frischen Luft gönnen. Doch aufgepasst bei Sport nach einem Virusinfekt. Starten Sie nicht zu schnell sondern gönnen Sie Ihrem Körper eine ausreichend lange Sportpause.

Zum Schluss sei noch gesagt, dass sich all diese Ratschläge zum Thema Eiweiß auf gesunde Menschen beziehen. Wenn Sie Probleme mit der Nierenfunktion oder dem Eiweißstoffwechsel haben, sollten Sie sich bezüglich der täglichen Eiweißmenge an Ihren Arzt wenden.

Quellen:
M. R. R. u. C. J. Field, The immune modifying effects of amino acids on gut-associated lymphoid tissue, J Anim Sci Biotechnol. 2013; 4(1): 27., 2013.
B. K. u. E. L. Pearce, Amino Assets: How Amino Acids Support Immunity, Cell Metab. 2020 Aug 4;32(2):154-175., 2020.
A. V. Kurpad, The requirements of protein & amino acid during acute & chronic infections, Indian J Med Res. 2006 Aug;124(2):129-48., 2006.

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